Dein Restaurant darfst Du aktuell nicht öffnen. Dazu gehört auch die Terrasse. Es gibt keine Ausgangssperren. Geschäfte, Restaurants, Bars und Freizeiteinrichtungen in der ganzen Schweiz bleiben jedoch bis zum 19. April geschlossen.

Der Bundesrat hat dies gestern angeordnet. In seiner neuen Corona-Verordnung führte er erstmals ein strenges Strafrecht ein. Das Epidemie Gesetz enthält bereits Bestimmungen; Verstöße gegen staatliche Maßnahmen werden mit einer Geldstrafe bestraft. Wer sich diesen absichtlich widersetzt, sollte sogar mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren belegt werden.

Die Restaurantbetreiber haben sich grundsätzlich an diese Limite gehalten, hieß es etwa bei der Zürcher Stadtpolizei. Vor allem jüngere Menschen scheinen die Verhaltensempfehlungen der Bundesregierung noch nicht wirklich ernst zu nehmen.

Noch einmal zum Thema Kurzarbeit beantragen von gestern:

Gastrosuisse hat eine einfache und praktische „5-Schritte Anleitung“ veröffentlicht. Alle Restaurant, die wegen des Coronavirus Umsatzeinbussen haben (also fast alle) und dadurch Mitarbeiter nicht oder nur zeitweise beschäftigen können, dürfen Kurzarbeit beantragen. Auch für Mitarbeiter im Stundenlohn mit unbefristeten Verträgen.

Hier geht es direkt zu dieser Anleitung mit vielen wichtigen Links und Tipps.

https://www.gastrosuisse.ch/fileadmin/oeffentliche-dateien/merkblaetter-gastgewerbe-gastrosuisse/downloads/1-praktische-anleitung-in-fuenf-schritten-schnell-zur-kurzarbeit.pdf

Ähnliches findest du auch auf baizer.ch

Du als Arbeitgeber kannst: dein Restaurant für maximal 4 Monate schließen und während dieser Zeit Kurzarbeit beantragen. Gastronomen können z.B. einen Take-Away- und Lieferservice anbieten. Somit könnte er den Geschäftsbetrieb für etwa 15% aufrechterhalten. Für den Rest kann er eine Kurzarbeit beantragen.

Aus rechtlicher Sicht sind Lieferung und Take-Away auch nach dem Lockdown möglich. Sie sind Teil des Basisdienstes und in der Regel in der Betriebsgenehmigung enthalten.

Bitte beachte, dass die Mehrwertsteuersätze für Take-Away und Lieferung unterschiedlich sind.

7.7% für die normale Gastronomie Dienstleistung und 2.5% für Take-Away und Lieferdienste.

Wichtig ist auch der Versicherungsschutz! Frage deinen Versicherungsvertreter, ob ein Lieferservice mitversichert ist. Fahrer sowie Fahrzeuge müssen versichert sein.

Vielleicht musst du kurzfristig den Vertrag anpassen damit dieser die entsprechende Deckung gewährleistet, um einen Lieferservices bereitzustellen.

Falls es dir gelingt kurzfristig einen Lieferdienst oder Take-Away zu starten bringt dir das ein paar Vorteile:

  • Du kannst damit deinen Betrieb teilweise aufrechterhalten. Das ist auch wichtig, weil du in in den Köpfen der Kunden präsent bleibst! Mache dafür unbedingt regelmäßig Posts über Facebook, lade spannende Bilder dazu auf Instagram hoch. Ich habe bereits Beispiele aus dem Nachbarort gesehen.
  • Du musst nicht gleich Mitarbeitende entlassen, anderes kannst du über Kurzarbeit abdecken. Dadurch bleiben dir deine treusten und besten Mitarbeiter erhalten.
  • Du verbesserst dein Image: Risikogruppen sollten in der Wohnung bleiben. Wenn dein Lieferdienst könnte hier einspringen und andere Unternehmen wie Spitex unterstützen und entlasten. Ebenso sind davon sogar Stammgäste von dir betroffen da sie dich und deine Essen kennen und schätzen, bleibst du in Erinnerung. Du als Wirt übernimmst damit einen Teil der Grundversorgung. Dies wird dir bestimmt nach der Krise helfen.

Wichtig dabei ist, dass Du darüber sprichst und in den sozialen Medien zu sehen bist. Was du tun kannst und wie das genau geht, erzähle ich dir morgen. Zeit dürftest du jetzt genug haben. Eventuell hast du auch eine/n Social Media affinen Mitarbeiter/in. Du könntest diese somit auch weitergeben und die Posts lediglich kontrollieren, bevor diese Online gehen.


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